„Kannst du da mal schnell eine Anzeige machen?“
Ich glaube, fast jede Person im Marketing hat diesen Satz schon einmal gehört. Das Problem: Ohne ein gutes Briefing entsteht selten gute Werbung. Genau deshalb spreche ich mit Dora Osinde, einer der bekanntesten Creative Strategists im deutschsprachigen Raum.
Denn die besten Creatives entstehen nicht zufällig. Sie entstehen, weil vorher die richtigen Fragen gestellt wurden.
Dora zeigt sehr anschaulich, warum ein Briefing weit mehr ist als eine Aufgabenliste. Es ist die Grundlage dafür, dass Kreative, Media Buyer und Unternehmen überhaupt in dieselbe Richtung arbeiten.
Ein gutes Briefing erstellen: Diese Informationen dürfen nie fehlen
Viele Briefings bestehen aus zwei oder drei Sätzen:
- „Wir brauchen eine Anzeige.“
- „Bitte modern.“
- „Soll verkaufen.“
Kein Wunder, dass am Ende häufig mehrere Korrekturschleifen nötig werden.
Dora erklärt deshalb, welche Informationen wirklich wichtig sind:
- Wer ist die Zielgruppe?
- Welches Problem soll gelöst werden?
- Welche Botschaft soll im Kopf bleiben?
- Welche Emotion möchten wir auslösen?
- Welche Handlung wünschen wir uns nach der Anzeige?
Je klarer diese Fragen beantwortet werden, desto einfacher wird der gesamte kreative Prozess.
Warum gute Werbung schon vor dem Design beginnt
Ein spannender Punkt im Gespräch: Viele Unternehmen investieren unglaublich viel Zeit in Farben, Schriftarten oder Bildauswahl.
Dabei fehlt häufig die eigentliche Strategie.
Dora beschreibt, dass erfolgreiche Kampagnen immer zuerst verstehen:
- welche Bedürfnisse Menschen haben,
- welche Sprache sie verwenden,
- welche Einwände sie beschäftigen und
- warum sie überhaupt kaufen würden.
Erst danach beginnt die eigentliche Gestaltung.
Für mich war genau das einer der größten Aha-Momente der Folge:
- Gute Werbung entsteht nicht im Grafikprogramm – sondern bereits im Briefing.
- Briefings sparen Zeit, Geld und Nerven.
- Ein gutes Briefing sorgt nicht nur für bessere Anzeigen.
Es spart auch:
- Abstimmungsschleifen
- Missverständnisse
- unnötige Designvarianten
- Budget für Kampagnen, die nie richtig hätten funktionieren können
Deshalb lohnt es sich, am Anfang etwas mehr Zeit zu investieren.
Denn wenn alle Beteiligten dieselbe Richtung kennen, entstehen deutlich bessere Ergebnisse.
Und genau das macht Dora in dieser Episode unglaublich greifbar.
🎧 Du findest die Folge direkt hier oder überall, wo es Podcasts gibt. Und dann das Wichtigste nicht vergessen: Die Umsetzung!
"Wer heute kein gutes Briefing schreiben kann, wird auch morgen kein Promptgott werden. Shit in, shit out. Wenn du Mist reingibst, kommt Mist raus – auch bei KI."
Dora Osinde Post
"Bei Social Media Ads glauben viele, einmal ChatGPT drüber laufen lassen und los geht’s – aber so funktioniert es nicht."
Sandra Staub Post
- Briefings aus der Hölle
- Personas vs. Psychographics
- KI-generierte Briefings kritisch beleuchtet
- Unrealistische Budgets und Deadlines
- Performance-basierte Bezahlmodelle
- Frankenstein- und WhatsApp-Briefings
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